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Thementrack 5 - session 4

Bedingungen für Kreativwirtschaft + Selbstverständnis der Kreativen - Andreas Dahrendorf, FDP

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Referent: Andreas Dahrendorf, FDP-Berlin Friedrichshain-Kreuzberg und Filmproduzent http://www.facebook.com/group.php?gid=41307192495

Ausgangspunkt der Session

Studie der IHK Berlin (2007)

  • Mangelhafte Kenntnisse innerhalb der Kreativbranche über Finanzierungsmöglichkeiten und der fehlende Businessplan werden von der Kreativbranche nicht als Finanzierungshindernisse bewertet."
  • "Aus Sicht der Kreativbranche stellen die mangelnden Fähigkeiten der Banken Erfolgsaussichten der Kreativunternehmen richtig einzuschätzen und deren Fixierung auf die Finanzierung von Maschinen und Anlagen die größten Finanzierungshindernisse dar.

THESE

Zwei Systeme prallen aufeinander! Was machen wir jetzt?


KOMMUNIKATION & WAHRNEHMUNG

  • Wir befinden uns 20 Jahre im technischen Fortschritt, aber die Systeme sind nicht entsprechend fortgeschritten, um diesen abzubilden.
  • Müssen wir eine Lobby bilden für Musik, damit die Politik uns wahrnimmt?
  • Es fehlt an praktischem Wissen in der Politik.
  • Hat Frau Merkel ein iPhone?
  • Wie argumentiert Kultur gegenüber der Wirtschaft? Der arme Künstler in Lumpen, der sagt er verdient kein Geld
  • Wichtig: nicht beide Systeme gegeneinander setzen, und dann behaupten, der jeweils andere will nicht.
  • Besser: den Wert transparent darstellen.
  • Es geht nicht nur um mehr Geld. Es geht um ein neues Verständnis.


WERTE

  • Mit welcher Argumentation treten wir der Politik entgegen? Welchen "Wert" hat die Musikindustrie?
  • Wir müssen uns NICHT (nur) mit anderen Industrien betriebswirtschaftlich messen.
  • Welchen "Wert" hat Musik? Studien? Wie kann man den Beitrag von Musik messen?
  • Es gibt Wertschöpfungsbereiche, die nichts mit Geld zu tun haben.
  • Die Aufgabe von Kultur ist die Systemerhaltung, der Versuch, soziale Energie zu bündeln und daraus Wachstum erschaffen.
  • Kreativwirtschaftsförderung hat viel mit passiver Umfeldförderung. "Ohne Aussicht auf einen Job zieht man nach Berlin." Was suchen sie da?
  • Zeitgeistmodell, creative quarter - was ist die Motivation dahinter?
  • Die Diskrepanz: 80% aller Schüler bekommen keinen Musikunterricht Quelle?


IDEEN, GEDANKEN & FRAGEN

  • Ansätze: Gross Happiness Product - Buthan.
  • Lösungsvorschlag: Konzerte for free, jeder gibt was er kann.
  • Menschen gehen wieder mehr feiern, mehr Festivals, mehr sozialer Zusammenhang wird gesucht.
  • Wie kann die Krise genutzt werden?


FAZIT

Wir müssen ein neues Denkmodell säen. Der Künstler und seine Kunst muss sich auch für die Politik verständlich vermarkten, es muss transparent sein. Dies betrifft z.B.:

  • Kulturpolitische Bildung / Kulturelle Bildung - verändern und verstärken
  • Das Verständnis wie wir alle leben / mit Kultur leben
  • Auch Autobahnen müssen gewartet werden - warum nicht die Kultur?
  • Kultur ist eine Bereitstellung von Fähigkeiten
  • Der Wert des Netzwerks, von Kooperation

Die Kreativen sind schon viel weiter! Die Politik, könnte die außergewöhnliche Flexibilität und Geschwindigkeit des vernetzten arbeitens und er-arbeitens in der Kreativwirtschaft, als Modell für sich selbst sehen. Und damit nicht nur die genannten Maßnahmen schneller umsetzten sondern auch andere politische Bereiche positiv beeinflussen.



KONKRET

Was sind die konkreten Maßnahmen gegenüber der Politik? Ein Versuch, dies zu formulieren:

  • KSK
  • Urheberrechtsdebatte
  • inhaltliche Ausgestaltung Bildungssystem
  • EU Harmonisierung (z.B. GEMA -vs- Creative Commons)
  • Hilfe, Schutz und Lösungsansätze für die Musikindustrie.


WARUM NICHT KONKRETER?

  • Es ist deswegen so kompliziert, weil es so diffus ist. Maßnahme: Wie ist die Bedürfnislage in der Kreativbranche? Das sollte mal formuliert werden.
  • z.B. eine großangelegte Studie beauftragen, die die wirklichen Notwendigkeiten in allen politischen Ressorts untersucht. (siehe z.B.: Studie Baurecht und Sondergebiet Quelle?)
  • Die Unübersichlichkeit des 'Branche-Konglomerats" Kreativwirtschaft nicht als Hinderniss sehen sondern als Chance.



FRAGEN AN FOLGENDE SESSIONS:

  • Wie viele Leute würden gerne für Musik zahlen - es sollte eine vereinfachte Form geben, für jede Art der Musik zu zahlen.
  • Beachten die Labels den Wert für reale Musik und wenn ja wie? (Vincent Oley)


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