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Thementrack 1 - session 3

Thementrack 1 - session 3

atoms&bits meets all2gethernow: Brett Gaylor, RIP Remix Manifesto

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Rapport by michi .::: michaela.dobner@fOKUSOPEN.com .::: [www.fOKUSOPEN.com|Text] .::: [www.globart.at|connecting worlds of arts and sciences]

GEMA
Urheberrecht: Komponist
länger als 30 Sekunden GEMA
70 Jahre nach tot des autors
Leistungsschutzrecht: Performancerechter: 50 Jahre (aktueller Diskurs auf 95 Jahre)


THEMENBLÖCKE
1. Kulturflatrate
Künstler: wie erfolgt die Besteuerung? Wie werden die Gelder verteilt?
Kreativität im Internet? Mögliche Einengung für Künstler

Open source Ansätze: Wie schafft man das Commitment, dass die User freiwillig zahlen? Direkte Spende an Künstler?

.::: Problematik: Erfassung des Datenflows? Unglaubliche Transparenz (Jeder weiß,wer was wann und wie hört) Starker Eingriff in die Privatsphäre
Tendenz zu einer Kulturstasi?

.::: Direkte Frage nach Wertigkeiten! Was sind mir Dinge wert? Leistungen wert? Welche Rolle nimmt Musik in meinem Leben ein?

2. Anpassung der Urheberrechte (GEMA)

Wunsch nach stärken Rechten für die Urheber - nicht der (VER-)Wertungsgesellschaft (GEMA)

Beispiel: Johannes Kreidler / Aktionskunst
• Projekt "product placements (2008)"
• Anmeldung bei der GEMA mit 70200 Einzelnachweisen für jedes darin verwendete Zitat.
http://www.kreidler-net.de/productplacements.html
• Lange keine Reaktion von seitens GEMA - dann Kompromiss gefunden
• Mediennachhall - leider kein wirklicher nachhaltiger Wert

Johannes Kreidler dazu:

Jetzt auf einmal heißt es also, die Fremdzitate in meinem Stück seien "wohl eher nicht" relevant. Warum steht dann im Anmeldebogen, dass jeder noch so kleine Teil angegeben werden muss? Lenkt die GEMA nun tatsächlich ein und gibt kleine Schnipsel frei? Ist das der Anfang vom Ende des Copyrights?

Die GEMA schreibt, man könne problemlos Werke online anmelden – aber eben nicht Werke mit Fremdanteilen!

Angeblich gibt es 60 000 zufriedene GEMA-Mitglieder – aber meine Aktion wurde auf Youtube in den letzten drei Wochen über 70 000 Mal gesehen, es gibt ein breites Medienecho und viele Diskussionen – existiert das für die GEMA nicht?

Die GEMA beruft sich darauf, dass sie eben das Urheberrechtsgesetz anwenden müsse – als ob sie nicht Lobbyarbeit machen würde. Oder werden hier nur unhinterfragt Befehle ausgeführt?

Zu den mit der Aktion eigentlich angesprochenen und in meiner Pressemitteilung formulierten Themen – Umgang mit Musik im digitalen Zeitalter, Verfügbarmachung einerseits und Vergütung andererseits – schweigt sie sich aus. Ich rufe die GEMA auf, sich bei der morgigen Aktion dazu zu äußern.

.::: Problematik: GEMA
.::: Verfall der Rechte nach 50 Jahren (danach wird der möglicherweise noch lebende Künstler überhaupt nicht mehr eingebunden)

.::: Frage nach der Wert des Originals und dem persönlichen Wert für den Urspungskünstler

3. Openmusiccontest.org

4. Open source dokumentation

GIRL TALK & BRETT GAYLOR
Doku: RIP - A Remix Manifesto
Trailer: RIP HOME auf
www.ripremix.com

Als der Komponist und Elektrokünstler Johannes Kreidler mit seiner Aktion "product placement (2008)" auf die für Musiker lähmenden Zustände hinwies, die das vorherrschende Urheberrecht mit seinen Mechanismen des Tantiemenhandel erzeugt, kommentierte er damit in erster Linie die Frage nach der Notwendigkeit von Zitaten.

Der Internetaktivist, Filmemacher und Begründer von opensourcecinema.org, Brett Gaylor, greift diesen Umstand nun in der Dokumentation RIP: A Remix Manifesto auf. Zusammen mit dem Mash-Up Künstler Greg Gillis, der momentan unter dem Pseudonym Girl Talk tätig ist, nimmt er die losen Enden der immer noch offenen Frage nach der Legalität von Zitaten auf.

RIP zeigt seinen Zuschauern vier Schlüsselprozesse: wie kulturelle Entwicklungen auf der notwendigen Wiederholung der Vergangenheit basieren, wie die Vergangenheit dadurch Einfluss auf die Gegenwart nimmt, wie die Gegenwart immer unfreier im Umgang mit der Vergangenheit wird und schließlich wie sich eine freie Gesellschaft aus einer Idee der Unkontrollierbarkeit der Vergangenheit herausbilden kann. Der Film enthüllt dem Zuschauer auch einige der größten Zitatschwindeleien der Geschichte, von Led Zeppelin bis Walt Disney. Vieles im Film kreist aber auch um Girl Talk, und seine exzessiven Liveshows.

Leider ist RIP: A Remix Manifesto als Download nur in den Vereinigten Staaten erhältich. Über die DVD-Veröffentlichung und weitere Neuigkeiten rund ums Projekt kann man sich auf dessen Webseite informieren.

. .. .... ...

INTERVIEW with Brett Gaylor (CAN)

1) Why that topic? Remix .
::: combination filmmaking and internet (webculture)

2) Film message

.::: Zitat: Sharing ist he nature of creation
.::: Zitat: People could contribute to the film. Having a community which makes the best use of this material.
.::: Zitat: Fair use is a defense to a charge.

3) Content of the Manifesto:

GIRLTALK
.::: performance typ
.::: different ways of documentary (keine interviewsinterviewsinterviews)
.::: looking for a character
.::: physical demonstration during a show → they become part of a show
.::: gives energy to the film

4) Rechtefrage?
keine Klagen bis heute eingetroffen. Arbeits mit einem Legal Team. Kann seine musik nicht im radio laufen lassen bzw. auch nicht verkaufen auf Plattformen

5) Creativity is alwys built on the past. On tradition & Society.

.::: Zitat: Past always tries to control the future (Vergangenheit versucht immer die Gegenwart zu kontrollieren.)
.::: Zitat: Our culture is becoming less free (digital right managments, rights, sues).

6) Ideal world for musicians/artists (Copyright change?)

.::: Promoting a portion should be returned to artists, if they are aired or available in the internet.
.::: Remixing and freedom of speech.
.::: If you serenade a friend, copyright does not apply.
.::: Through the explosion of publishing power.

.::: FUTURE AMERIKA (Beispiele)
a) yearly fee for playing new music on the radio (artists will be payed from this new pot)
→ internet service plans → lots of proposals
.::: Problem: getting things in control

b) Culture Flatrate Ideas
.::: Certain risks: everything is going to be monitored (wann er was wie wo)
.::: Cultural Flat Rate has the problem of control and DRM.

c) Digitial rights management/DRM (getting money after)
.::: Zitat: Brauchen einen neuen Namen dafür
.::: positive Belegung z.B. Recoin the term "DRM" to "A way to pay the artist".
.::: Private Order License like CC or change from e.g. the Pirate Party, a political player.

7) Wer wird die Entscheidungen hier treffen?

.::: Zitat: Market pressure wird alles entscheiden. "It´s about what people want."

We all want art to be created. With less damage possible.
Jamie King now Brett Gaylor showing my film.
Steal thsi Film / Good Copy, Bad Copy are other projects in the area. Jamie deeply into networks and how they broadcast concepts.

atoms&bits festival.
Neue Form Coworking
Politk Neue formen der aktivisten
Text im Booklet von atoms&bits.
www.atomsandbits.net

Künstler GirlTalk,
Remixed auf der Bühne.
Rechte des Remixes vom Remix?
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Last changed by Michaela Dobner on 17/09/2009 at 20:43

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    24/07/2009

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